FAQ – häufige Fragen rund um Rolladensteuerung
Wie und wo wird ein Windsensor installiert?
Ein Windsensor für Rollläden, Markisen oder Jalousien wird außen am Gebäude installiert – idealerweise an einer ungeschützten Stelle mit direktem Windzugang. Nur so kann der Sensor Windbewegungen zuverlässig messen und Deine Sonnenschutzsysteme bei Sturm automatisch einfahren.
Die wichtigsten Hinweise zur Montage:
Montageort:
Der Windsensor sollte nicht im Windschatten (z. B. hinter Bäumen, Balkonen oder Dachvorsprüngen) montiert werden. Optimal sind Giebelwände, Hausfassaden oder Masten mit freier Windanströmung.
Montagehöhe:
Die ideale Montagehöhe liegt zwischen 2 – 4 Metern über dem Boden, je nach Bebauung.
Ausrichtung & Sicherheit:
Der Sensor sollte senkrecht montiert und vor starkem Regen geschützt sein. Achte bei der Kabelverlegung (falls kein Funksensor) auf ausreichende Abdichtung und UV-beständige Leitungen.
Montagearten je nach Modell:
| Sensor-Typ | Montageart | Stromversorgung |
| Funk-Windsensor | Schrauben + Halterung | Batterie oder Solar |
| Kabelgebundener Sensor | Direkt an Fassade / Mast | Netzanschluss (24 V) |
| Kombi-Sensoren (Wind/Sonne) | Fassade, möglichst freistehend | Solar oder Funk |
Empfehlung
Hersteller wie Somfy, elero und Selve bieten detaillierte Montageanleitungen und Kompatibilitätstabellen für ihre Wind- und Wettersensoren. Die Sensoren lassen sich meist problemlos mit Rolladenmotoren oder Smart-Home-Systemen wie TaHoma oder Centero Home koppeln.
Tipp
Ein Fachbetrieb kann die optimale Position beurteilen und die Installation sicher durchführen.
Kann ich einen Windsensor in Somfy TaHoma einbinden?
Ja, Windsensoren von Somfy lassen sich problemlos in das Smart-Home-System TaHoma® integrieren – vorausgesetzt, es handelt sich um kompatible io- oder RTS-Sensoren. Dadurch profitierst Du von einer automatisierten Steuerung, die Deinen Sonnenschutz bei starkem Wind automatisch einfährt und so Schäden verhindert.
Voraussetzungen für die Einbindung:
Kompatibler Sensor:
Folgende Sensoren können in Somfy TaHoma eingebunden werden:
Eolis WireFree io (Funk-Windsensor mit io-Technologie)
Eolis 3D WireFree io (für Markisen)
Soliris Sensor RTS (kombinierter Sonnen- und Windsensor)
Technologie beachten:
Dein Windsensor muss entweder mit RTS oder io-homecontrol® funken. Andere Technologien (z. B. KNX oder ZigBee) sind nicht direkt kompatibel.
Tipp
Auf somfy.de findest Du eine kompatible Zubehörliste für TaHoma sowie Installationsvideos.
Welcher Windsensor ist am genauesten?
Zu den präzisesten Windsensoren für Rolläden und Markisen zählen aktuell die Somfy Eolis 3D WireFree io und der Somfy Eolis WireFree io. Beide Modelle bieten eine zuverlässige Windüberwachung – mit automatischer Reaktion zum Schutz Deiner Außenbeschattung.
1. Somfy Eolis 3D WireFree io
Misst Bewegung durch Windvibrationen direkt an der Markise (3-Achsen-Sensor)
Besonders empfindlich und exakt, da er direkt am Ausfallprofil montiert wird
Keine Windstärke in km/h nötig – reagiert auf tatsächliche Bewegung
Ideal für: Markisen, auch bei Windböen in geschützten Lagen
2. Somfy Eolis WireFree io
Klassischer Funk-Windsensor, misst die tatsächliche Windgeschwindigkeit (km/h)
Grenzwerte zwischen 10 – 80 km/h einstellbar
Sehr zuverlässig bei freistehenden Fassaden oder ungeschützten Bereichen
Ideal für: Rolläden
Tipp
Achte bei der Auswahl nicht nur auf die Messgenauigkeit, sondern auch auf die Kompatibilität mit Deiner Steuerung (z. B. Somfy io oder RTS).
Wie stelle ich den Sonnensensor richtig ein?
Die richtige Einstellung eines Sonnensensors ist entscheidend für den optimalen Sonnen- und Hitzeschutz Deiner Rolläden oder Markisen. Moderne Modelle wie der Somfy Sunis WireFree io oder Selve iveo Sunis arbeiten lichtabhängig und reagieren automatisch auf Sonneneinstrahlung. So richtest Du Deinen Sonnensensor korrekt ein:
1. Montageort beachten
Platziere den Sensor an einer sonnenexponierten Stelle – meist an der Fenster- oder Balkonfront.
Achte darauf, dass keine Schatten oder Hindernisse die Sensorfläche verdecken.
Die Ausrichtung nach Süden ist ideal.
2. Lichtschwelle (Lux-Wert) einstellen
Die Lichtintensität, ab der der Sensor reagieren soll, lässt sich meist in Stufen (z. B. 5 – 60 kLux) einstellen.
Beispiel:
Die Einstellung erfolgt je nach Modell manuell über DIP-Schalter oder per App bzw. Bedieneinheit (z. B. TaHoma oder Centralis).
3. Reaktionszeit festlegen (wenn verfügbar)
Bei einigen Modellen kannst Du definieren, wie lange die eingestellte Sonneneinstrahlung anhalten muss, bevor der Rolladen reagiert (z. B. 2–10 Minuten).
Das vermeidet unnötiges Hoch- und Runterfahren bei kurzen Lichtwechseln (z. B. durch Wolken).
4. Automatik aktivieren
Stelle sicher, dass die automatische Steuerung im Empfänger (z. B. Funkmotor) aktiviert ist.
Bei Somfy lässt sich dies in der TaHoma-Box oder via Fernbedienung aktivieren.
Tipp
Teste die Sensorfunktion einmal manuell (z. B. durch gezieltes Abschatten der Sensorfläche), um die Einstellungen zu kontrollieren.
Wie stelle ich eine Zeitschaltuhr ein und worauf sollte ich achten?
Die richtige Einstellung einer Zeitschaltuhr für Rolläden sorgt nicht nur für mehr Komfort, sondern kann auch Energie sparen und den Einbruchschutz erhöhen. Egal ob Du eine mechanische, digitale oder funkgesteuerte Zeitschaltuhr nutzt – mit den folgenden Schritten gelingt die Einrichtung zuverlässig:
1. Art der Zeitschaltuhr bestimmen
Mechanische Modelle (z. B. mit Drehrad) sind einfach aufgebaut, aber ungenauer.
Digitale Zeitschaltuhren (z. B. von Somfy, Selve, Elero) bieten komfortable Tages-, Wochen- oder Urlaubsprogramme.
Funk-Zeitschaltuhren funktionieren kabellos und lassen sich oft über App oder Fernbedienung einstellen.
2. Grundprogrammierung: Uhrzeit & Datum
Stelle die aktuelle Uhrzeit und das Datum korrekt ein – bei digitalen Modellen über das Menü oder Tastenfeld.
Wichtig für automatisches Umschalten zwischen Sommer- und Winterzeit (bei unterstützten Modellen).
3. Hoch- und Runterfahrzeiten programmieren
Lege morgendliche Öffnungszeit und abendliche Schließzeit fest.
Tipp: Passe die Zeiten an den Tageslichtverlauf an – z. B. 7:00 Uhr hoch, 20:30 Uhr runter.
Bei Wochenprogrammen kannst Du für Wochenende und Werktage unterschiedliche Zeiten einstellen.
4. Zusatzfunktionen aktivieren (modellabhängig)
Astro-Funktion: Automatische Anpassung an Sonnenauf- und -untergang.
Zufallsfunktion: Simulation von Anwesenheit (besonders bei Urlaub nützlich).
Sonnenschutz-Modus: In Kombination mit Sensoren reagieren Rolläden automatisch auf Lichtintensität.
5. Bedienung testen
Prüfe nach der Programmierung, ob die Rolläden zu den eingestellten Zeiten korrekt reagieren.
Einige Modelle bieten einen Handbetrieb, um die Automatik vorübergehend zu übersteuern.
Tipp
Lies immer die herstellerspezifische Anleitung – die Menüs und Symbole können sich je nach Modell stark unterscheiden.
Geeignete Modelle:
Digitale Zeitschaltuhren von Somfy (Chronis RTS/Smart RTS), Selve (Commeo Timer) oder Elero (VarioTec, MultiTec) sind besonders beliebt für die Rolladensteuerung.
Warum funktioniert meine Zeitschaltuhr nicht?
Wenn Deine Zeitschaltuhr nicht mehr funktioniert oder die Rolläden nicht wie geplant hoch- oder runterfahren, kann das mehrere Ursachen haben. Die häufigsten Fehlerquellen findest Du hier – inklusive praktischer Lösungen:
1. Fehlerhafte Uhrzeit oder Programmierung
Überprüfe, ob Uhrzeit und Datum korrekt eingestellt sind.
Vergewissere Dich, dass hoch/runter-Zeiten aktiviert und richtig gespeichert wurden.
Achte auf den Automatik-Modus – manche Uhren schalten bei manuellem Betrieb in einen Pausenmodus.
Tipp
Nach einem Stromausfall oder Batteriewechsel müssen viele Modelle neu programmiert werden!
2. Kein Strom / schwache Batterie
Prüfe die Stromversorgung der Zeitschaltuhr (z. B. Sicherungskasten, Steckdose).
Bei batteriebetriebenen Modellen: Batterie ggf. tauschen.
Bei Funk-Zeitschaltuhren: Ist der Empfänger aktiv und mit Strom versorgt?
3. Fehlende Verbindung beim Funk-Modell
Stelle sicher, dass der Funkempfänger im Motor oder Modul aktiv ist.
Funkfrequenz kann durch Wände, Störungen oder andere Geräte beeinflusst werden.
Funk-Zeitschaltuhr ggf. neu anlernen oder Resetten (Herstelleranleitung beachten).
4. Mechanischer Defekt am Rolladen oder Motor
Lässt sich der Rolladen manuell oder über andere Steuerung bewegen?
Blockierter Rolladen, defekte Welle oder Motorprobleme können ebenfalls Ursache sein.
5. Software-/Systemfehler bei Smart Home Integration
Bei Steuerung über TaHoma, HomePilot oder andere Smart-Home-Systeme:
Verbindung zum WLAN prüfen.
App-Firmware und Geräteupdates kontrollieren.
Szenarien neu starten oder zurücksetzen.
Was bedeutet „RND“ bei einer Zeitschaltuhr?
Die Abkürzung „RND“ bei einer Zeitschaltuhr steht für „Random“ – also Zufallsmodus. Diese Funktion sorgt dafür, dass die programmierten Schaltzeiten leicht variiert werden, um eine zufällige Steuerung der Rolläden zu simulieren.
Warum ist die RND-Funktion sinnvoll?
Die Hauptidee hinter dem „RND“-Modus ist Einbruchschutz durch Anwesenheitssimulation.
Die Zeitschaltuhr fährt die Rolläden nicht immer zur exakt gleichen Uhrzeit hoch oder runter, sondern verschiebt die Schaltzeiten jeden Tag leicht – meist um 2 bis 30 Minuten.
Das erzeugt den Eindruck, als sei jemand zu Hause – auch wenn Du im Urlaub oder auf Geschäftsreise bist.
So erkennst Du den Zufallsmodus:
Manche Modelle zeigen „RND“ im Display an.
Bei Smart-Home-Geräten (z. B. von Somfy, Selve oder Elero) findest Du die Funktion in der App-Einstellung unter „Anwesenheitssimulation“ oder „Zufallssteuerung“.
RND muss aktiviert werden – meist über eine separate Taste oder Menüfunktion.
Wichtige Hinweise:
RND funktioniert nur im Automatikbetrieb, nicht im manuellen Modus.
Die Basis-Schaltzeiten (z. B. 7:00 Uhr hoch, 21:00 Uhr runter) bleiben bestehen – sie werden nur zufällig abgewandelt.
Die Funktion kann jederzeit deaktiviert werden, wenn eine feste Routine gewünscht ist.
Fazit
Die RND-Funktion ist eine einfache und effektive Sicherheitsmaßnahme, die Deine Rollläden realistischer wirken lässt – perfekt zur Einbruchprävention.
Muss bei einer Zeitschaltuhr die Lampe (bzw. der Verbraucher) eingeschaltet sein?
Ja – bei mechanischen oder einfachen digitalen Zeitschaltuhren muss die Lampe, Rolladensteuerung oder ein anderer Verbraucher eingeschaltet sein, damit die Zeitschaltuhr das Gerät zur programmierten Zeit automatisch mit Strom versorgen kann.
Warum ist das so?
Eine Zeitschaltuhr trennt oder verbindet die Stromzufuhr nach Zeitplan.
Wenn die Lampe oder der Rolladen am Schalter auf „Aus“ steht, kann die Uhr zwar Strom liefern – aber der Verbraucher reagiert nicht, weil er lokal abgeschaltet ist.
Ausnahme: Intelligente Systeme & Funksteuerungen
Bei smarten Steuerungen (z. B. Somfy TaHoma, Selve commeo Timer, Elero Centero Home) oder Funk-Zeitschaltuhren ist keine manuelle Einschaltung nötig. Diese Systeme steuern direkt den Antrieb oder Empfänger, unabhängig davon, ob ein Schalter auf „Ein“ steht.
Tipp
Bei klassischen Zeitschaltuhren: Verbraucher auf „Ein“ lassen
Bei Rolladenmotoren: Wandtaster auf Dauerbetrieb oder Zeitschaltuhr direkt anschließen
Bei Smart-Home-Systemen: Einstellungen im Menü prüfen (z. B. „Automatik aktivieren“)
Fazit
Die korrekte Grundeinstellung des Verbrauchers ist entscheidend, damit die Zeitschaltuhr ordnungsgemäß arbeitet. Bei modernen Systemen entfällt diese Anforderung, da sie die Steuerung intelligent und direkt übernehmen.