Gut zu wissen
Rollläden klappern bei Wind und Unwetter: Ursachen, schnelle Lösungen und sicheres Verhalten bei Sturm
Lesedauer 3 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
Klappernde Rollläden entstehen meist durch zu viel Spiel, Verschleiß oder eine ungenaue Passform
Häufige Ursachen sind schlecht sitzende Führungsschienen, beschädigte Lamellen oder Materialermüdung
Geräusche lassen sich oft durch fachgerechte Justierung, Wartung und passgenaue Führung reduzieren
Bei Sturm dürfen Rollläden nicht in Zwischenposition stehen
Je nach Bauart sollten Rollläden entweder vollständig geschlossen oder komplett hochgefahren werden
Leichte Kunststoffpanzer sind windanfälliger als robuste Aluminiumprofile
Außenjalousien, Screens und Insektenschutzrollos sollten bei starkem Wind eingefahren werden
Windsensoren und smarte Steuerungen erhöhen die Sicherheit und reagieren automatisch auf Sturm
Regelmäßige Kontrolle nach Unwettern hilft, Schäden frühzeitig zu erkennen
Wenn der Rollladen bei Wind klappert oder ein Unwetter ansteht, stellt sich oft die Frage, was gerade richtig ist: runter, hoch oder lieber gar nicht bewegen? Gleichzeitig nerven Geräusche im Alltag und rauben den Schlaf. Die gute Nachricht: Häufig liegen harmlose Ursachen zugrunde und es gibt schnelle Lösungen.
Hier erfährst Du, wie Du Klappergeräusche beseitigst und wie Du Deine Rollläden und anderen Sonnenschutz bei Sturm und Hagel richtig schützt.
Warum Rollläden bei Wind klappern
Wenn Rollläden bei Wind klappern, ist das häufig ein Hinweis auf Spiel, Verschleiß, minderwertiges Material oder eine ungenaue Passform. Häufig entsteht das Klappern, wenn die Lamellen zu viel Spiel haben oder der Panzer nicht passgenau in den Führungsschienen sitzt. Prüfe zuerst, ob der Rollladenpanzer gleichmäßig in den Schienen läuft. Vibrationen werden begünstigt, wenn Material ermüdet, die Passform nachlässt oder der Rollladen nicht exakt montiert ist. Prüfe, ob der Rollladen korrekt geführt ist und ob Einbau, Passform oder Materialzustand (z. B. Verformungen) die Geräusche verursachen.
Sofortmaßnahmen gegen Klappergeräusche
Eine dauerhaft leise Lösung entsteht vor allem durch passgenaue Führungsschienen, möglichst wenig Spiel und eine fachgerechte Montage. Maßnahmen gegen zu viel Spiel dämpfen Vibrationen und verbessern den Lauf. Geräusche lassen sich vor allem reduzieren, wenn der Panzer passgenau in den Führungsschienen sitzt und die Lamellen nicht zu viel Spiel haben. Achte nach der Justage auf eine saubere, senkrechte Führung und darauf, dass keine Lamelle beschädigt ist. Motoren und Gurtwickler dürfen nicht schleifen oder ruckeln. Wenn der Antrieb quietscht oder rattert, ist eine Wartung sinnvoll.
Verhalten bei Sturm und Unwetter
Bei Sturm und Unwetter gelten andere Regeln. Außenjalousien und Raffstoren solltest Du bei stärkerem Wind in der Regel einfahren. Ihre dünneren Lamellen geraten schnell in Schwingung und können Schaden nehmen. Textile Screens und Senkrechtmarkisen sind oft sehr windstabil, sollten aber bei Erreichen der Hersteller-Windgrenzwerte eingefahren werden. Insektenschutz- und Fliegengitter-Rollos sollten bei hohem Windaufkommen (ab ca. 60 km/h) hochgefahren werden. Das Gewebe ist luftdurchlässig, wird aber von umherfliegenden Gegenständen beschädigt.
Checkliste für den Ernstfall
Fenster und Türen schließen
Außenjalousien und Screens einfahren
Rollläden je nach Material ganz hochfahren oder komplett schließen
Keine Zwischenstellung verwenden
Nach dem Sturm auf Schäden prüfen
Rollläden bei Sturm hoch oder ganz schließen?
Für Rollläden ist die Position entscheidend. Halb geöffnete Behangstellungen sind bei Sturm immer ungünstig, da der Wind unter den Panzer greifen und ihn aus den Schienen drücken kann. Entweder vollständig schließen oder vollständig hochfahren. Welche Variante die richtige ist, hängt von Material, Breite, Montage und der vom Hersteller angegebenen Windwiderstandsklasse ab. Ob ein Rollladen bei Sturm geschlossen bleiben kann, hängt stark von Bauart und Windwiderstandsklasse ab: Widerstandsfähige Systeme (z. B. aus Aluminium, je nach Klasse) können bei Sturm vollständig geschlossen bleiben, bei anderen Ausführungen wird eher vollständiges Hochfahren empfohlen. Andere Rollläden sollten bei hohem Wind vollständig hochgefahren werden. Leichte Kunststoffprofile sind laut Quellen anfälliger für Windgeräusche und können bei Sturm eher an ihre Grenzen kommen als robuste Aluminium-Systeme.
Besonderheit Hagel
Hagel kann Kunststoffpanzer beschädigen oder durchschlagen; Aluminium kann ebenfalls deutliche Dellen bekommen, was die Laufeigenschaften beeinträchtigen kann. Bei Hagel kann ein geschlossener Rollladen das Glas vor Einschlägen schützen, auch wenn der Panzer dabei selbst Schaden nehmen kann. Zugleich sollte bei hohem Wind die Herstellerempfehlung beachtet werden, da manche Rollläden vollständig hochgefahren werden sollen.
Mehr Sicherheit mit Windsensoren und Smart Home
Eine smarte Steuerung mit Windsensor erhöht die Sicherheit. Wird eine festgelegte Windstärke überschritten, fährt der Rollladen automatisch ein. Das schützt auch, wenn niemand zu Hause ist.
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Fazit
Klappernde Rollläden lassen sich mit einfachen Maßnahmen schnell beruhigen. Bei Sturm und Hagel gilt: Sicherheit geht vor. Außenjalousien und Screens einfahren. Rollläden nie in Zwischenposition lassen. Je nach System entweder ganz schließen oder ganz hochfahren. Mit einer guten Materialwahl, fachgerechter Montage und Windsensoren bleibt Dein Sonnenschutz auch bei Extremwetter zuverlässig geschützt.
Bestehende Rollläden einfach und gezielt nachrüsten
Wurden Deine Rollläden durch Wind oder Witterung beschädigt oder möchtest Du sie gezielt widerstandsfähiger ausstatten, ist der Austausch des Rollladenpanzers oft die passende Lösung. In unserem Sortiment findest Du individuell konfigurierbare Rollladenpanzer aus Aluminium und PVC. Maße, Farbe und Ausführung lassen sich exakt an Deine Fenster anpassen, sodass Du Deine bestehenden Rollläden einfach nachrüsten oder ersetzen kannst.